viti levu 2
15.08.2005
28 °C
fiji - viti levu - auf dem weg von nadi zur coral coast - die fiji-frisur sitzt
um 9.00 ist's losgegangen. john (unser tourguide) und william (unser busfahrer) sind total nett. beide sind echte fijians. in fiji gibt es neben den "ureinwohnern" noch indo-fijians (aus indien eingewandert) und european fijians (irgendwann im 18. jhdt. eingwandert oder so...).
als erstes sind wir in der stadt nadi eine stunde herumgegangen, um nahrung und sulus zu kaufen. ein sulu (auch sarong genannt) ist - einfach beschrieben - ein grosses tuch, das man sich um die huefte bindet und bis zum knoechel reicht. in den doerfern etc. ist es tradition, sulus zu tragen (maennder wie frauen gleich). die kleidervorschriften sind generell sehr streng... in doerfern MUSS man sulus tragen. frauen muessen ihre schultern bedecken und abgesehen von touristenstraenden ist auf allen privaten straenden bikini oder badehose tabu. wenn man dort schwimmen will, muss man - wie die locals - shorts und t-shirt tragen. die einheimischen gehen nur so schwimmen.
nachdem wir nadi verlassen haben, gings weiter zum natadola beach, wo wir 3 stunden zeit hatten zum schwimmen, sonnenbaden etc. dann haben wir uns alle "dorftauglich" gemacht - sulus umgewickelt und t-shirts, die die schultern bedecken. wir sind naemlich in ein dorf im malo-malo gebiet gefahren, wo wir im "bure", dem lokalen versammlungshaus etwas ueber die gesellschaftsstruktur fijis erfahren haben. jedes dorf besteht aus 3-4 clans (grossfamilien), die jeweils in clan-oberhaupt haben. einer dieser clan-chiefs ist meist der chief des dorfes (meist eine aeltere, hoeher gebildete person). aus den dorf-chiefs geht dann der regionale chief hervor usw. das ist noch genauso wie damals als abel tasman oder spaeter james cook hier "gelandet" ist.
im dorf sind wir von kindern herumgefuehrt worden. die 2 hauptattraktionen des dorfes waren der brunnen und die kirche. generell ist das leben am dorf sehr einfach. das liegt aber nicht nur daran, dass fiji nicht so entwickelt ist wie oesterreich. ich glaube, das liegt auch daran, dass die menschen hier einfach mit weniger zufrieden sind. fiji-time (dem nichtstun froehnen bzw. das tun, was einem spass macht) ist ihnen wichtiger als alles andere. fijians leben fuer das heute und nicht fuer das morgen. deshalb kann es schon mal passieren, dass eine arbeit auf den naechsten tag verschoben wird, weil man heute keine lust dazu hat und sich lieber mit fiji-time befasst.
unsere bustour ist nichtsdestotrotz sehr professionell durchgefuehrt und man lernt das land, die leute sowie die mentalitaet echt gut kennen.
nach dem dorfbesuch sind wir zu den sigota sand dunes gefahren, wo wir sandboarden waren. da die sandduenen ziemlich steil sind, bin ich im wahrsten sinne des wortes eine "bremserin" gewesen.
am abend haben wir in einem hotel-hostel-komplex an der coral coast eingecheckt.





